Reise nach China
und wieder zurück

April - September
2011

Seite 17


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Das (westliche) Ende der Mauer


Der westlichste Abschnitt der grossen Mauer bei Jiayuguan.

2. Juli 2011 - Labrang/Xiahe
Wir sind in der Zwischenzeit über Jiayuguan, Wuwei und Lanzhou - mit einem Ausflug nach der Bingling-Grotte - in Xiahe eingetroffen.

Lanzhou, Bingling und Xiahe habe ich schon in zwei früheren Reisen besucht. Bilder und Infos findet man unter
- Kloster Labrang in Xiahe
- Bingling
- weitere Bilder der Seidenstrassen-Reisen 2002/2005

Vorher besichtigten wir in Jiayuguan das westliche Ende der grossen Mauer. Das allerletzte Stück der Mauer bei der Festung von Jiayuguan wurde restauriert, weiter östlich sind über Hunderte Kilometer nur noch Fragmente der Mauer vorhanden.







Blick vom Fort nach Süden zur Qinlian-Bergkette (oben und unten). Dahinter liegt die Provinz Qinghai, früher Teil von Tibet.
Die Feinde wurden nicht aus dieser Richtung erwartet.


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Blick nach Norden, in Richtung Mongolei. Der Feind wurde aus dieser Richtung erwartet.

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Die grosse Mauer ist für Chinesen immer eine Reise wert. Hier lässt sich die Belegschaft eines Betriebes aus Lanzhou von mir ablichten.
Rechts: Weite Teile des über 3'500km langen Bauwerks sind im westlichen Abschnitt nur noch als Fragmente vorhanden.


Die "Hällou-Hällou"-Strassen
Bei jeder Sehenswürdigkeit in China, und ist sie noch so unbedeutend, versperrt ein kleiner oder grösserer Markt mit
Souvenirständen, Getränkeläden, Obstverkäufern und kleinen Teestuben den Haupteingang. Wir nennen diese Märkte
"Hällou-Hällou-Strassen" (abgeleitet von Hallo, von den Chinesen englisch ausgesprochen "Hällou").

Wenn wir durch die Stände zu den Eingängen der Tempel, Moscheen, Pagoden oder anderen Sehenswürdigkeiten schlendern,
werden wir von einem lauten Singsang vieler "Höllou-Hällou"-Rufe empfangen. Alle wollen uns etwas verkaufen. Die einen
Getränke, die, sind sie gekühlt und zu einem vernünftigen Preis erhältlich, von uns gerne gekauft werden. Andere bieten
Obst an, zur Zeit vorallem kitzekleine Pfläumchen oder riesengrosse Melonen. Das ist bei uns weniger gefragt. Tee, wird er in
sauberen Tassen serviert, ist hingegen manchmal durchaus ein gefragtes Getränk, vor allem dann, wenn man auf den
Rest der Gruppe warten muss, die sich auf der Suche nach einer Toilette in der Sehenswürdigkeit verlaufen hat.

Angeboten werden Souvenirs aller Art: Schals und Mützen, Kerzen und Räucherstäbchen, Anhänger und Armbänder,
geschliffene und rohe Steine, Ringe und Halsketten aus Jade, meistens nicht ganz echt, Lolex-Uhren und vieles mehr.
Je nach Art der Sehenswürdigkeit - Moschee oder Taotempel, buddhistisches Kloster oder Naturwunder - verändert sich das
Sortiment . Aber am gleichen Ort findet man immer eine Vielzahl von Ständen, deren Angebot absolut identisch ist. Nur die
Preise variieren.

Aber bitte nie am Anfang des Marktes kaufen, sondern irgendwo in der Mitte etwas aussuchen, das einem gefällt (wenn
überhaupt). Dann den offerierten (Mond-)Preis massiv drücken, denn Handeln ist Pflicht. Aber ja noch nicht kaufen, erst
auf dem Rückweg, denn die Händlerinnen - meistens sind es Frauen - wissen noch ganz genau, wer sich für was interessierte,
und wie hoch - oder tief - das letzte Angebot lautete. Sie rufen das obligate Hällou und fuchteln mit einem Plastiktaschenrechner
herum, auf dessen Anzeige die aktuellste Offerte angegeben ist. Wenn man am Produkt immer noch interessiert ist, kann man
dann auch eine Zahl eintippen, natürlich eine viel tiefere. So geht es munter weiter, bis man sich auf einen Betrag einigt -
oder auch nicht.



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Solch gelangweilte Gesicher sieht man auf den Souvenirmärkten eigentlich eher selten (Bild links).

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Die Darbietungen dieses Musikers in Samarqand waren sehr hochstehend. Er stellte uns verschiedene Instrumente vor, so auch eine
Art Hackbrett (Bild rechts). Selbstverständlich habe ich nach dem kleinen Konzert eine CD gekauft - übrigens vor ausgezeichneter
technischer und musikalischer Qualität, wie ich nachträglich beim Anhören im Auto feststellen konnte.


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© .by Bruno Kleger CH-9000 St.Gallen ¦ bruno@kleger.net ¦ April 2011