Reise nach China
und wieder zurück

April - September
2011

Seite 18


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Grasland Amdo - Bergland Sichuan




Yak-Dung - hat einen hohen Heizwert - trocknet an der Hausmauer.

6. Juli 2011 - Jiu zhai gou (Neundörfertal)
Von Xiahe/ Labrang fahren wir in südlicher Richtung hinaus auf die grosse Graslandebene - allgemeine Richtung von Lanzhou nach Chengdu. Amdo, wie diese Gegend bei den Tibetern heisst, liegt auf einer Höhe von durchschnittlich 3'500-4'500müM und erstreckt sich weit nach Westen, immer wieder unterbrochen von Höhenzügen mit Bergen bis etwa 5'500-6'500m. Die beiden grossen chinesischen Flüsse Huang He (Gelber Fluss) und Yangtse haben hier und im westlicher gelegegen tibetischen Hochland ihre Quellgebiete.

Amdo ist heute aufgeteilt auf die neu geschaffene Provinz Qinghai (westlich von unserer Route) sowie die chinesischen Provinzen Gansu, Sichuan und Yünnan.

Iim südwestlichen Teil der Provinz Gansu siedeln neben Tibetern auch Hui-Muslime. Das sind Han-Chinesen moslemischen Glaubens. Während die Tibeter vor allem Viehzucht (Yaks, Ziegen und Schafe) betreiben und die Hochebenen bewohnen, widmen sich die Hui-Muslime mehr dem Ackerbau, dem Handwerk (Schmiede, Woll- und Lederverarbeitung usw.) und dem Handel. Die beiden Minderheiten - wie die Chinesen andere Ethnien nennen - leben, obwohl beide ihre Glaubensrichtungen ausgesprochen intensiv ausleben, seit Jahrhunderten friedlich nebeneinander.

In Sichuan ändert sich die Landschaft schlagartig. Wir fahren ein in ein bergiges Gebiet. Die Täler sind eng, die Hänge bis auf fast 4'000m bewaldet. Die höchsten Berge sind fast 6'000m hoch. Während unserem Besuch in dieser Gegend - rund sechs Tage - regnet es viel (Später erfahren wir, dass Chengdu, die Hauptstadt der Provinz Sichuan, von starken Überschwemmungen heimgesucht worden war, was sogar in den europäischen Medien vermerkt worden sei.).



Fahrt durchs Grasland im südwestlichen Gansu entlang der Grenze zu Qinghai (ehemals tibetisches Gebiet). Die schwarzen Punkte sind Yaks.



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Im bergigen Waldgebiet des nördlichen Sichuan (Bilder unten). Von den Tibetern markierte "heilige Stätten" und besondere Wegpunkte.

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Tempel in Langmusi, einem tibetischen Dorf im Nordwesten der Provinz Sichuan. Am Tag unsrer Ankunft wurde das Dorf
von einem Unwettter überflutet.

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Bilder unten: Wasserterassen in den Kalkbergen des nördlichen Sichuan. Diese Gegend ist touristisch gut erschlossen
und wird täglich von Zehntausenden von Chinesen besucht.



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Mit Gebetsfahnen markieren die Tibeter ihr Hohheitsrecht.


© .by Bruno Kleger CH-9000 St.Gallen ¦ bruno@kleger.net ¦ April 2011