Reise nach China
und wieder zurück

April - September
2011

Seite 25


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Giorgio Armani versus Jonny Blutt



Beijing, 23. Juli 2011
Heiss ist es hier in Beijing ... heute Abend um 20 Uhr besipielsweise immer noch um die 32 Grad. Und dann ist es auch noch sehr feucht ... so um die 90 Prozent. Bei einem Grad weniger Wärme oder einem Prozent mehr Luftfeuchtigkeit begänne es zu nieseln.

Die Pekinger sind sich das gewohnt. Und wenn es besonders heiss und feucht ist, dann ist ihnen Giorgio Armani oder Hugo Boos (!, heute gesehen), obwohl überteuert eingekauft, buchstäblich plötzlich Wurscht. Dann tragen sie oben ohne oder das teure T-Shirt oder das exklusive Hemd ungeniert hochgerädelt - freie Aussicht auf den wohlgenährten Bauch ab Nabel bis etwa zur Brustwarze.

Ich habe das einmal nachgemacht - und prompt wurde ich von allen Passanten, auch von jenen, die ihr Hemd ebenfalls hochgekrempelt hatten, wie ein Marsmensch begafft. Ich habe dann gemerkt, dass das Zurschautragen des Bauchnabels nur den echten Pekingern gestattet ist - den Zugereisten aus Schanghai etwa, oder gar den langnasigen Touristen, aber keinesfalls.

An die oben-ohne-Pekinger in den Speiserestaurants muss man sich erst einmal gewöhnen. Man stelle sich vor, im Netts in St.Gallen sässen vier Businessmen oben-ohne vor einem Gourmetmahl. Köbi hätte ganz bestimmt etwas dagegen. Aber wie ich gehört habe, ist zur Zeit das Wetter in St.Gallen so mies, dass niemand auf die Idee käme, sich oben-ohne an einen Wirtshaustisch zu setzen.


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© .by Bruno Kleger CH-9000 St.Gallen ¦ bruno@kleger.net ¦ April 2011