Reise nach China
und wieder zurück

April - September
2011

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Buchara - Orient pur


Kasachische Halbwüste - in der Mitte (oben) ist schwach der Amu Darja zu sehen

Buchara 24. Mai 2011

Die Fahrt von Shiva nach Buchara durch die kasachische Halbwüste, teils entlang des träge und braun dahin fliessenden Amu Darja, war staubig und beschwerlich. Die Hälfte der 460km langen Strasse war eine einzige Baustelle, der Rest war schlaglochdurchsetzter, heisser Asphaltweg.

Die Stadt Buchara ist aber eine auch noch so beschwerliche Anreise wert: Eine lebendige, für hiesige Verhältnisse gepflegte Stadt mit breiten, baumbestückten Boulevards in den Vororten, mit engen Altstadtgassen, einem grossen Medressenviertel mit prächtigen Moscheen und stolzen Minaretten, mit einem geschäftigen Treiben in den Läden und Gewerbebetrieben, mit Universität und mit farbigen, unverfälschten orientalischen Basari, wo man von frisch geernteten Tomaten bis zu Plastiksandalen so ziemlich alles kaufen kann, was das bucharaische Herz begehrt.

Für 3000 Cym (ca. 1 EURO) wird mir in einem Bazari-Restaurants ein Teller Schaschlik mit einem Bier vom Fass serviert. Die
Einblicke in das bunte Treiben der heimischen Bevölkerung gibts gratis dazu. Ausser uns hat es im Bazar keine Touristen.

Touristen aus Europa, Asien und den USA reisen in Buchara busweise aus Taschkent an; sie kommen am Abend zwischen 17 und 18 Uhr an, schwärmen schnell ins Medressenviertel aus, beziehen dann ihre Hotelzimmer (rund 600 stehen in Buchara zu diesem Zweck täglich frisch geputzt bereit), absolvieren am Morgen eine rund dreistündige Stadtbesichtigung und rauschen mit ihren klimatisierten Bussen noch vor dem Mittag über Samarkand zurück nach Taschkent, von wo sie ihren Orienttrip per Jet weiter fortsetzen.





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.Stadttor von Buchara




Modestadt Buchara

Die Folkloreshow während des Abendessens in einem Innenhof-Restaurant wird mit einer Modeschau ergänzt,
mit der Ankündigung "Die Boutique Ovaciya zeigt ihnen trendige Mode aus traditionellen Textilien (Atlas,
Seide, Adras., bestickte Abendroben in der Zardusitechnik). Gute Unterhaltung wünscht ihnen
Irina Sharipova, Direktorin ( www.modnaya-bukhara.com )". Die Modeschau ist professionell, die Damen
sind ausgesprochen hübsch (was übrigens für viele Bucharainerinnen zutrifft), und sie
entspricht in jeder Beziehung dem ausgezeichneten Eindruck, den wir von Buchara gewonnen
haben: Eine optimistische Stadt, weltoffen, modern, zukunftsorientiert. Buchara ist das pure Gegenteil
der tristen ukrainischen und russischen Städte wie Charkow, Lugansk oder Wolgograd.


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© .by Bruno Kleger CH-9000 St.Gallen ¦ bruno@kleger.net ¦ April 2011