Reise nach China
und wieder zurück

April - September
2011

Seite 8


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Samarqand






Auf dem Weg von Buchara nach Samarqand: Bauernhof (oben), Karawanserei
mit gedeckter Wasserstelle in der Steppe (Mitte und unten)

Samarqand, 26. Mai 2011 - Ist die Oase Shiva das liebliche, noch ursprünglich wirkende Städtchen mit kleinen Medressen, zeigt sich das grössere Buchara schon stolzer, weltoffener und prachtvoller. In Shiva ist die Zeit gewissermassen länger stehen geblieben; man kann sich dort gut vorstellen, wie das Leben früher einmal war. Buchara ist grösser und moderner, aber die orientalische Lebensweise, der Charme des Orients ist überall noch spürbar und prägend.

In Samarqand ist alles noch etwas grösser, grandioser und beeindruckender, insbesondere die breiten Boulevards mit den schattenspendenden Alleen, die grosszügig angelegten Parks in den Wohn- und Geschäftsvierteln - und natürlich die prächtigen Medressen, die Herrscher und Wissen-schaftler, welche hier gewirkt haben, und, damit eng verbunden, die ereignisreiche Geschichte.



Die Frauen in Buchara und Samarqand sind ausgesprochen gut aussehend; die Nähe zu Persien ist offensichtlich.

In Buchara und Samarqand wird übrigens vorwiegend tadschikisch gesprochen, eine Sprache, die eng mit Farsi (persisch) verwandt ist und mit latainischen Buchstaben geschrieben wird.

Von den bis jetzt bereisten Ländern gefällt mir Usbekistan mit Abstand am besten. Die Leute - vor allem die Frauen und die Kinder - sind offen, gastfreundlich und optimistisch gestimmt (im Gegensatz zu den Ukrainern und Russen), das Angebot auf den Märkten ist reichhaltig und günstig, und die Sehenswürdigkeiten sind teilweise grandios. Einzig mit den Strassenverhältnissen (vor allem in der Steppe) konnte ich mich noch nicht so richtig anfreunden, aber sei's drum, dafür ist der Diesel extrem günstig.

Und was bringt die Zukunft? Die Wünsche der Stadt-führerinnen - sowohl in Shiva, als auch in Buchara und Samarqand - sind eindeutig: Dass nämlich das jetzige Regime, auch wenn es alles andere als demokratisch sei, noch lange am Ruder bleibe, denn iranische Verhältnisse wünschen sich hier nur wenige (nur ältere Männer).



Grandios und überwältigend: Die drei aus verschiedenen Epochen (14., 16. und 17. Jahrhundert) stammenden Medressen von Samarqand


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Neben den Medressen besuchen wir auch das Mausoleum (Bilder unten) von Timur (Tamerlan), welcher im 13./14. Jahrhundert von seiner
Hauptstadt Samarqand aus weite Teile Mittelasiens eroberte und beherrschte.


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Im Sarkophag in der Mitte ist Timur begraben, in den anderen seine Nachkommen, welche das grosse Reich nur gerade zwei Generationen beherrschen konnten.



In einem der Bazari von Samarqand (Bilder oben und unten)

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Die Dame links verkauft so eine Art Nougat und diejenige rechts Schnupftabak (Ich habe beides weder probiert noch gekauft)


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Auch der Händler links hat jede Menge Schnupftabak anzubieten. Bei der Dame rechts habe ich eingekauft: Rüebli, Peperoni, Randen, Zucchetti,
Zwiebeln und Knoblauch; abends habe ich mir daraus eine Gemüsesuppe gekocht.


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Fladenbrot schmeckt übrigens ausgezeichnet, wird aber sehr schnell trocken. Ich kaufe Brot deshalb täglich frisch. Bemerkenswert bei dieser
Dame (rechts) die zur Zeit aktuelle Sockenmode.


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Warten auf die Essensausgabe (links), gemütlicher Schwatz bei Tee und Kuchen (rechts). Wegen meiner Knieprobleme bevorzuge ich persönlich übrigens normale Tische mit Stühlen.

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Das Mittagessen wird sitzend eingenommen (links); und dieser ältere Herr (rechts) verlangte für das Fotografieren 1'000 Cym.

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Die Damen in den Bazaris sind uns Touristen gegenüber sehr aufgeschlossen und freuen sich, wenn wir etwas kaufen; die Männer hingegen
schauen eher skeptisch, wenn wir uns für ihre Produkte interessieren. Unser Fazit: In den moslemischen Ländern sind nicht die Frauen
das Problem, sondern die Männer.



 


© .by Bruno Kleger CH-9000 St.Gallen ¦ bruno@kleger.net ¦ April 2011